Gebiet

Das Anbaugebiet des Valtènesi ist der letzte Ausläufer des Mittelmeerraums ins Zentrum des nördlichen Europas. Es zeichnet sich durch ein einzigartiges, vom größten See Italiens beeinflusstes Mikroklima aus und ist der weltweit nördlichste Ort, wo noch heute Olivenbäume, Kapern und Zitrusfrüchte wachsen. Die idealen Bedingungen für den Weinbau ergeben sich historisch auch aus der Beschaffenheit der Böden. Diese gehen auf verschiedene geologische Formationen zurück, bestehen aber zur Hautsache aus Moränen- und Schwemm-Ablagerungen, die sich über einem ursprünglich kalkhaltigen Untergrund ausgebreitet haben.

Die geschützte Ursprungsbezeichnung Valtènesi ist 2011 mit dem wichtigen Ziel in Kraft getreten, den Weinen den Namen der Erde zu verleihen, aus der sie entstehen.

Damit wurde ein neuer Weg eingeschlagen, der gleichzeitig reich an Traditionen ist und von einem viel weiteren Raum ausgeht, in dem sich auch die Anbaugebiete Garda Classico DOC, Benaco Bresciano IGT (rot und weiß) und weitere kleine, aber bedeutende Appellationen befinden.

Der Groppello

Die Groppello-Traube ist der wichtigste Schatz des Weinbaus im Valtènesi. Sie heißt so, weil die Traubenbeeren dicht gedrängt eine Art Knoten (“groppo”) bilden. Es handelt sich um eine delikate, wertvolle und besonders seltene Sorte. Tatsächlich wird sie nur noch auf etwa 400 Hektar an der Westküste des Gardasees angebaut. Nur hier, in ihrem bevorzugten Anbaugebiet, vermag der Groppello seine typischen Eigenschaften – Eleganz und Langlebigkeit – voll zum Ausdruck zu bringen. Mit seinen Varianten Groppello Gentile und Groppello di Mocasina, die jede für besondere Boden- und Mikroklima-Verhältnisse geeignet sind, ist der Groppello das prägende Element der DOC Valtènesi.